Erschütternd!

So empfand ich es während und nach dem ich mir den Vortrag von Sascha Lobo bei YouTube mir angesehen habe. Es geht “Über Überwachung” und ist bereits vom Mai diesen Jahres. Es geht um das ‘warum’, warum werden wir, wird die ganze Welt überwacht, wie weit geht das heute schon und was kommt da in ein, zwei Jahren auf uns zu.

Wer die Diskussionen um NSA, Edward Snowden und die Überwachung durch die ganzen anderen “spähradikale”, wie Sascha Lobo es treffend bezeichnet, verfolgt hat , der hat trotzdem keine Vorstellung weit das heute schon reicht und wo das hinführen wird.

Deshalb nehmt Euch die Zeit, schaut Euch den Vortrag an! Sollte Pflicht an Schulen und für Politiker sein, aber letztere Wissen das hier wohl schon…

 Der gesamte Vortrag von Sascha Lobo in Wort und Bild zum Nachlesen … hier: http://www.fontblog.de/ueber-ueberwachung

Buch: Das Buch zu RaspberryPi mit Linux

ist ein weiteres Einsteiger Buch in der Querformatreihe des O’Reilly Verlages. Wie immer wird hier dem Beginner das Thema Seite für Seite anschaulich näher gebracht. Dieses Mal geht es um den Einplatinencomputer Raspberry Pi,  den uns der Autor Stefan Pietraszak hier Schritt für Schritt näher bringt. Wie der Autor schreibt,

es soll den Grundstein legen für Leser, die bisher wenig Erfahrungen mit dem Raspberry Pi oder Linux (oder beidem) gesammelt haben.

Und das gelingt ihm , wie ich finde, sehr gut. Beginnend mit den Grundlagen zum Pi baut das Buch das Wissen langsam und verständlich beim Leser auf. Es stellt verschiedenste Einsatzmöglichkeiten vor, die in den ersten Versuchen auch den unerfahrenen Leser gelingen sollten. Nach den Grundlagen folgt die Einrichtung des Betriebssystems Raspbian und ein Kapitel mit Linux Grundlagen. Damit ist der aufmerksame Anwender dann bereit die ersten Softwareprojekte umzusetzen.

Durch die Kleinprojekte, wie zum Beispiel den RadioPi, den MusikPi oder den Pi als Backup-Server, bekommt der Pi-Anfänger eine gute Vorstellung über die schier unbegrenzte Potentiale an Einsatzmöglichkeiten für einen Raspberry Pi. Aber in allen vorgestellten Projekten geht es primär um Software-Projekte, wer sich mehr für Hardware Hacks mit dem Raspberry Pi interessiert, wird von diesem Buch schnell enttäuscht sein. Erst zum Ende widmet sich das Buch knapp zu diesem Themengebiet. Das Buch schließt mit Hinweisen zu weiterführender Lektüre, Projekt-Webseiten und Communities rund um den Raspberry Pi.

Für mich ist dies ein gelungenes Einsteigerbuch für den Raspberry Pi und seinem OS auf der Basis von Linux. Gerade durch seine übersichtlichen Umfang hilft es den Leser sich darauf zu konzentrieren und somit auch zu seinen ersten eigenen Erfolgen zu kommen. Die Form und Sprache ist bewusst für IT-Anfänger gewählt und liegt damit ganz auf der Linie für die der Raspberry Pi einmal entwickelt wurde, um bei der jüngeren Generation das Interesse an Eigenentwicklungen zu wecken. Und wenn das auch bei älteren gelingt, ist dieses sicherlich nicht verkehrt.
Gehen Sie diesen Schritt mit und erobern Sie für sich selbst die Welt der IT und der Programmierung.
Raspberry Pi mit Linux

By Stefan Pietraszak

1. Auflage Mai 2014
ISBN 978-3-95561-698-4
288 Seiten, broschiert
Preis: 19,90 €

eBook-Format: PDF, 16,– €

Neustart ins Neuland

Von digitalen Welten keine Ahnung? Alles Neuland? Aber interessiert was da so abläuft?Dann riskiert doch mal einen Blick in das neue Magazin Neustart von den Machern des t3n Magazins. Die waren so nett mir vorab einen Blick in die erste Ausgabe zu erlauben. Und der hat mir gefallen!

Neustart

In lockerer Abfolge geht es um Einblicke in die digitalen Themen unserer Zeit, aktuelle Technologien wechseln sich mit Vorstellungen von Start-ups und deren Gründern. Aber auch kritische Töne über den Vormarsch des Digitalen finden sich in dem Heft, neben einer spannenden Vorstellung eines Profigamers und eines Berichtes über die Gefährdungen durch Cyber-Krieger und über “Deutschland: Digitales Entwicklungsland?”.

Das Heft ließt sich flüssig, die Geschichten machen Laune beim Lesen und für (fast) jeden findet sich etwas Interessantes im Themenmix. Eine gute Vorstellung der Themen bietet auch die zugehörige Webseite neustart-magazin.de – schaut einfach mal vorbei, das Neustart-Team freut sich auf dein Feedback.

Empfehlenswert ist das Heft allen, die mal etwas mehr hinter den digitalen Schlagworten gucken möchten – ohne dafür gleich ein Informatikstudium zu absolvieren. Alle die sich Neuland etwas mehr erschließen wollen, bietet Neustart einen tollen Einstieg mit gut gemachten Storys und viel Abwechslungen. Ich bin gespannt ob sich Neustart durchsetzen wird und wie sich das Magazin im Laufe der Zeit weiterentwickelt.

Ab sofort kannst gibt es Neustart im Handel zu kaufen. 116 Seiten gefüllt mit spannenden Reportagen, Portraits und Storys aus der digitalen Welt für nur 3,90 Euro.

Update: Das Magazin wird leider nicht fortgesetzt, wie der Verlag hier mitteilt. Diese Entscheidung kippt ein gutes Konzept wie ich denke – sehr schade.

Wir leben in einer Zeit des Wandels!

Es ist seit Jahren spannend zu beobachten wie sich unsere Wirtschaft und damit auch unsere Gesellschaft verändert. Erst durch die Elektronik und dann durch die Digitalisierung, die inzwischen (fast) allgegenwärtig ist. Das Internet ist in der Breite angekommen, ja mit all seinen Vor- und Nachteilen, und im kleinen läuft bereits der nächste Schritt, das Internet der Dinge.

Wie Start-ups und andere agile Fimen damit umgehen, beschreibt sehr schön das Buch ‘New Business Order‘. Das Lesen lohnt sich! Diesen Wandel ganz praktisch hat Markus in seinen Posting ‘Bloggen bis die Blase platzt‘ beschrieben. Und er schreibt zu recht, wie die Autoren des Buches, dass dieser Wandel vor keiner Branche halt machen wird!
Dazu hat Markus gleich noch ein sehr aktuelles Beispiel, direkt aus seinem Lebensumfeld. Im München hat der renommierte Buchhändler Hugendubel seine prominente Großfiliale am Münchner Marienplatz geschlossen und, symptomatisch, zieht nun einen Filiale der Deutschen Telekom in das Haus ein. Da ist sie, die Umwälzung durch Digitalisierung und Vernetzung, mitten im Zentrum, für alle sichtbar!

Es ist dabei eine sich wiederholende Sache. Ein Newcomer drängt mit etwas Neuem in einen etablierten Markt, die Marktbegleiter lachen über ihn. Der Newcomer hat erste Erfolge, die anderen ignorieren das bis der Newcomer plötzlich erhebliche Anteile am Markt hat und ihre Geschäfte einbrechen. Nun beginnen die Altfirmen zu jammern und nach Gesetzen und Schutz zu rufen. Aber ihr Geschäftsmodell wollen sie nicht ändern, bis es dann zu spät ist. Beispiele? Die kennt jeder, die Musikindustrie mit dem MP3 Format, die Filmverleger und das Videostreaming aka YouTube, die Verlage und das eBook, die TV-Sender und das Steaming / Netflix, …. sie kommen alle dran und der Ablauf ähnelt sich erschreckend. Das ist deshalb so erschreckend, weil jede Branche die Fehler der anderen erneut begeht, wie ich oben schon geschrieben habe.

Und der Politik fällt auch nur ein mit den Mitteln aus vergangenen Zeitaltern im digitalen Wandel zu arbeiten. Da wird über ‘Sendezeiten’ für Webseiten geredet, Inhalte sollen per Alterseinstufung dem Jugendschutz gerecht werden und immer wieder schaffen es die deutsche Politik, dubiosen Abmahnanwälten neue Wege zu eröffnen. Ein Trauerspiel, denn sie verstehen den Wandel nicht – Neuland halt. Dabei ist die Gesellschaft längst weiter und es wäre an der Zeit für eine Moderne und zur Digitalisierung passende Gesetzgebung.

Und Eltern sollten sich endlich mit ihren Kindern zusammen setzen. Es gab auch früher Gefahren für Kinder und Jugendliche, aber Eltern begleiten ihre Kinder und bereiten sie auf die Welt draußen vor. Dazu gehört heute auch das Internet mit allen seinen Facetten. Bereitet eure Kinder darauf vor, auch wenn ihr dazu erst euch selbst informieren müsst.

Wir leben mitten drin in einem der größten gesellschaftlichen Umbrüche, den es so noch nie gab. Unser Leben wird in wenigen Jahren sich noch mehr gewandelt haben als wir es bisher schon wahrgenommen haben. Es liegt an uns allen, diese neue Ordnung sinnvoll und gut für alle zu gestalten. Wir leben in einer spannenden Zeit!