Bürgerportalgesetz Freitag, 28 November, 2008
Posted by Norbert in Datenschutz, Politik, Technik, Web.Tags: Bürgerportalgesetz, De-Mail, Umfrage
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Seit einer Woche läuft die Online-Konsultation „Sichere Kommunikation im Internet – Ihre Meinung zum Bürgerportalgesetz„.
„Bislang haben sich rund 12.000 Besucher über das Bürgerportalgesetz informiert und 280 Anregungen, Fragen und Meinungen zum Vorhaben auf der Plattform abgegeben.„
Nun gibt’s erste Antworten hier.
Irgend ein Bonze hat sich da ja mal wieder was tolles ausgedacht, ich halt es da mit Nico Lumma.
Laut FAQ:
„Preise und Modalitäten wird jeder Anbieter von De-Mail im freien Wettbewerb um die Kunden selbst festlegen. Es wird voraussichtlich ein ähnliches Prinzip wie beim Postversand gelten: der Absender zahlt ein e-Porto.„
Im Klartext, man möchte uns ein ’sicheres’ Mailsystem mit Ident-Prüfung aufschwatzen. Und bezahlen sollen wir das auch noch. Brauch ich nicht, wie Nico schon schreibt:
„Das ist eine tolle Idee. Wirklich. Damit kann man die De-Mail gleich begraben. Bürokratischer Aufwand plus Kosten sind ideal, um keinen Schritt vorwärts zu kommen mit einem neuen System. Eine Zwangsnutzung verbunden mit Zusatz-Kosten wird aber auch nicht wirklich die Akzeptanz steigern.„
De-Install
Crackentool für Mifare-Classic-RFID-Chips Dienstag, 28 Oktober, 2008
Posted by Norbert in Datenschutz, Science, Wirtschaft.Tags: Funk, Hack, Mifare, RFID, Science
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Im März hatte ich über den geknackten Code für die Mifare RFID Chips berichtet, nun wurden Programmiertools zum Mifare-Cracken veröffentlicht.
„Mit Hilfe des Tools soll es möglich sein, innerhalb von rund zwei Sekunden den Zugriffsschlüssel einer Mifare-Classic-Karte zu errechnen. Ein Angreifer benötigt dazu lediglich den verschlüsselten Mitschnitt einer Funkverbindung zwischen der Karte und einem legitimen Lesegerät sowie geringe Programmierkenntnisse. Mit dem Zugriffsschlüssel lassen sich nicht nur die verschlüsselten Daten dekodieren, sondern auch der Karteninhalt nahezu beliebig manipulieren und klonen, um sich beispielsweise Dienstleistungen zu erschleichen.„
Also keine Sicherheit mehr bei Chipkarten dieses Typs, da mit solchen Programmtools das knacken immer einfacher wird!
„Weltweit setzen viele berührungslose Bezahlsysteme auf die Mifare-Classic-Chips. In Deutschland sind es beispielsweise die Bezahlkarten vieler Mensen, in Großbritannien basiert unter anderem das Londoner U-Bahn-Bezahlsystem Oyster Card auf dem unsicheren Chip. Auch unter Zugangskontrollsystemen ist Mifare Classic weltweit verbreitet. In den Niederlanden läuft die Umstellung des Nahverkehrsbezahlsystems OV-Chipkaart auf Mifare Classic derzeit auf Hochtouren.„
Mir unverständlich wie unter diesen Voraussetzungen noch Projekte mit diesen Chips durchgeführt werden. Auch wenns Schmerzen bereitet, es ist Zeit zu stoppen und nach besseren Lösungen sich umzuschauen.
[via Heise]
Manipulierte Kreditkartenleser Dienstag, 14 Oktober, 2008
Posted by Norbert in Ausland, Datenschutz, Technik.Tags: Datenklau, Datenschutz, Kreditkarten
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„In einigen Kreditkartenlesern großer Lebensmitteldiscounter wurden kleine Zusatzplatinen entdeckt, die Kreditkartendaten sammeln und einmal am Tag per Mobilfunk an eine Nummer im pakistanischen Lahore senden.„
Entdeckt wurden laut Heise diese maipulierten Leser in britische Filialen von Wal-Mart und Tesco. Aufgefolgen ist das Ganze nur durch die Aufmerksamkeit eines Wachmanns, der verdächtige Störgeräusche auf seinem Handy hatte. Der Mann verdient eine Belohnung!
„Der Schaden soll sich nach Angaben der britischen Strafverfolgungsbehörden bereits auf umgerechnet 37 bis 75 Millionen Euro belaufen.„
Die Geräte wurden in China hergestellt (wird eigentlich irgendwo anders noch etwas gefertigt?) und es ist noch nicht geklärt wie die Zusatzelektronik in die Lesergeräte gekommen ist.
Frag mich, ob nun nicht auch bei uns diese Geräte untersucht werden sollten?! Wäre das nicht Pflicht für den ‘Hersteller’ dieser manipulierten Geräte alle seine Kunden zu unterrichten?
Wer haftet eigentlich in dem Fall, wenn mir durch so einen Leser meine Kreditkartendaten geklaut werden? Im Zweifel kann ich als Kunde ja nicht einmal sagen wie oder wo meine Daten geklaut wurden.
Schöne moderne Zahlungsarten sind das. Also zurück zum Geldbeutel des Mittelalters, gefüllt mit meinen Dukaten, oder?
GEZ peinlich Mittwoch, 1 Oktober, 2008
Posted by Norbert in Datenschutz.Tags: Adresshandel, Datenschutz, GEZ
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Die Welt schreibt über eine Panne der GEZ.
Wollten die Herren Gebühreneintreiber doch In Sachsen von „Herrn Friedrich Schiller“ die Gebühren haben. Nur das der vermeintliche Herr (der Echte ist schon eine Weile nicht mehr unter den Lebenden, über 100 Jahre) in Wirklichkeit die „Friedrich Schiller“-Grundschule in Weigsdorf-Köblitz ist.
Die Anschrift von „Friedrich Schiller“ erhielt die GEZ, nach eigenen Angaben, von einem Adressenanbieter für die Zielgruppe „Haushalte“.
Und da liegt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer, es werden unsere Daten fleißig gehandelt und in Aktionen genutzt. Selbst solche öffentlich-rechtlichen Firmen wie die GEZ gereift darauf zurück.
Datenschutz – wozu?
Gesammeltes Samstag, 27 September, 2008
Posted by Norbert in Datenschutz, Film, Fun, Kinder, Netzwerke, Web.Tags: 3D-Animation, Datensicherheit, Identi.ca, Non-Profit
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Zum Wochenende wieder eine Zusammenstellung verschiedener Themen.
Heise und die Computerwoche berichtet von einer Studie des Frauenhofer Institutes zum Thema Datensicherheit in sozialen Netzen. Die Forscher haben dazu sieben Netzwerke überprüft. Die Studie findet sich hier (PDF). Getestet wurden die ehr geschäftlicht genutzten XING und LinkedIn, sowie facebook, studiVZ, myspace, wer-kennt-wen und lokalisten.
Anderer Interessanter Artikel bei Heise stellt Jim Fruchterman vor, ein erfolgreicher Geschäftsmann der mit dem Geld aus dem Verkauf seiner Firma eine neue Non-Profit Firma aufgebaut hat. Seine Firma Benetech hat ein Hauptprodukte Bookshare eine Buchtauschbörse für Sehbehinderte. Eine großartige Idee wie ich finde, kosten doch Blindenbücher enormes Geld. Gibts solche Art von Firmen auch bei uns? Mir wären sie unbekannt!
Chris hat in seinem Blog F!XMBR eine schöne Beschreibung erstellt wie man auf Identi.ca Themen per Jabber tracken kann. Lesen!
Und über Robert fand ich das klasse 3D-Animationsprojekt im dritten und vierten Semester des Studiengangs Multimediaart, Fachbereich Animation, FH Salzburg. Meine Kidds waren begeistert
Viel Chrome um Nichts? Mittwoch, 3 September, 2008
Posted by Norbert in Datenschutz, Google, Web.Tags: Browser, Chrome, Google, Web
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Irre wie die simple Veröffentlichung eines Browsers in so kurzer Zeit einen derartigen Medienhype entfachen konnte. Kannte man bisher nur bei Produktankündigungen von Apple.
Nun hat es Google geschafft, eigentlich war die Ankündigung ungewollt und zufrüh veröffentlicht, dann wurde sie schnell noch offiziell gemacht und gleich tobte die Nachricht durch die Blogs und die (Fach-)Presse. Gestern Abend brachte selbst die Tagesschau einen kurzen Bericht und heute infomieren bereits die allgemeinen Tageszeitungen (z.B. Hamburger Abendblatt) auf den ersten Seiten ihre Leser darüber.
Cem hat herausgefunden das Chrome inzwischen auf Rang 4 ( Clicky.com (Live Daten!) ) bei den Browsern rangiert. Kein Wunder nach dem Rummel schaut sich wohl jeder das Teil einmal an. Gefallen hat mir Roberts Bericht, der mehr aus der Anwendersicht schreibt und keine Vorteil in Chrome findet.
Der Kern ist meiner Meinung, nur weil Google draufsteht fliegen alle darauf – wie die Fliegen. Da wird Blind zugegriffen und Google bekommt freiwillig immer mehr personenbezogene Informationen geliefert. Das ist für die bares Geld! Können sie uns dann noch direkter mit, vermeintlich zutreffender Werbung bombadieren und gezielt auf, vermutlich gewünschte Seiten im Web lenken.
Und kaum einer stört sich daran, sieh GMail etc. von Google – die DatenKrake bekommt immer längere Arme.
Die vierte Macht? (Update) Dienstag, 2 September, 2008
Posted by Norbert in Ausland, Datenschutz, Google, Open Source, Web.Tags: Browser, Chrome, Google
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Es gibt Zufälle, lese ich doch heute morgen in der Welt vom zehnjährigen Geburtstag von Google am kommenden Wochenende. (In der Zeitung war ne nette Timeline über die zehn Jahre mit den Schritten der Google Entwicklungen. Leider nicht online zu finden..)
Dann schreibt Cem in seinem Blog, dass Google seinen eigenen Browser heraus bringt. Google Chrome heißt das Teil, wird Open Source sein und als Beta erstmal nur für Windows herauskommen. Voll die Microsoft Strategie, erst Mal ankündigen und damit alle anderen lähmen.
Der Google Blog verlinkt einen Comic über Chrome der viele Details beschreibt. Witzige Idee das mal so vorzustellen. Und hier gibts dann ein paar Screenshots von Google Chrome (Danke Ish)
Geschickt besetzt damit Google die gesamte Strecke im Web, von der Suche über die Dienste bis auf die Maschine des Anwenders. Der Browser ist das System, ade ihr Betriebssysteme – wie ihr auch immer heißen mögt. Cem bringt es auf dem Punkt: „Google ist auf dem Weg zum Monopolisten. Mir wird leicht mulmig.“
Da stimme ich ihm zu, hier wird eine Firma immer stärker und das weltweit. Eine neue Macht, neben Staaten, Religionen und den alten Konzernen, entsteht vor unser aller Augen. Scheinbar mühelos überrennt Google sie alle.
Und wir arbeiten fleißig daran mit, nutzen die Suche, GMail, YouTube und wie die Angebote von Google alle heißen. Google nutzen (fast) alle, Google kennt damit (uns) alle(s) und sammelt immer mehr an Informationen.
Wo bringt uns das hin? Wird das zum Schaden oder zum Nutzen sein?
Monopole waren immer schlecht für die Menschheit, in der IT hat Microsoft das nur zu deutlich gezeigt.
Nur gibt es noch ein Zurück von Google? Oder tritt dann nur ein anderer Spieler an deren Stelle?
Update: Gerade bei Robert gelesen, in Chrome wird Google eine UAP (unique application numbers) enthalten! Super Sache für Google wie Volker zeigt:
Damit scant uns Google dann total, ein Schelm wer dabei böses denkt (don’t be evil – oder?). Bekommst halt personalisierte Werbung via Chrome – besser kann’s für Google doch nicht laufen…
Verbreitung von Nachnamen in der Welt Montag, 1 September, 2008
Posted by Norbert in Ausland, Datenschutz, Science, Web.Tags: Ahnen, Karte, Web
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„Um die Verbreitung von Nachnamen auf einer Weltkarte darzustellen, greift das Worldnames-Projekt von Geografen des University College London (UCL) auf eine Datenbank von 300 Millionen Namen in 26 Ländern zu.“
10,8 Mio. Nachnamen und 6,5 Mio. Vornamen enthält die Datenbank, allerdings ist (noch) nicht die ganze Welt vertreten. In Afrika, Asien und Südamerika ist die Suche noch erfolglos.
Wenn man dann Erfolg hat, dann kann man in mehreren Stufen in Details einsteigen – soweit diese den schon Verfügbar sind. Klappt halt noch nicht überall. Interessante Spielerei für alle Ahnenforscher und ähnlich Interessierte.
Eine Besonderheit ist die Quelle wo die Daten hergekommen sind, die Forscher des Centre for Spatial Analysis haben die Daten aus Wahlregistern sowie Telefon- und Adressverzeichnissen abgekupfert !
Welche Brisanz in der aktuellen Datenschutzpannenserie weltweit. Einzig das hier die Details nicht für den Webuser nicht abrufbar sind – oder doch ?
[via Computerwoche]

